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Sonntag, 30.03.03 - Ischia und andere Pannen |
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Zu Mittag landen wir wieder in Ischia-Stadt. Nach einer köstlichen Pizza di Napoli haben wir bis 15.00 Uhr Freizeit. Wir schlendern zum Strand, der unglaublich dreckig ist, und beobachten die Schiffe. Auf dem Weg zum Hafen genehmigen wir uns noch ein Eis. Shopping ist Luxus, denn am Sonntag sind auch auf Ischia alle Läden zu. Eher enttäuscht von der Insel - alles ist schmutzig, Autowracks liegen in der Gegend herum - verlassen wir Ischia per Fähre nach Neapel. Ohnehin schon mit einiger Verspätung behaftet, legen wir auch noch einen Zwischschenstopp auf Procida ein. Die Sonne knallt - für Ende März verhältnismäßig stark - vom Himmel, wir sonnen uns - und bemerken nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Plötzlich wird unsere Gruppe von Vincenzo zusammengetrommelt und wir dürfen uns - entgegen aller Vorschriften - am Ausgang der Fähre versammeln. Der Grund: Es ist bereits 17.10 Uhr, das Schnellboot nach Sorrent hätte schon um 17.05 Uhr ablegen sollen. Aber Vincenzo hat herumtelefoniert, das Schnellboot wird auf uns warten. Sein Befehl lautet: "Raus und rechts!" Okay. Wir scharren in den Startlöchern wie ein Ferrari nach der Aufwärmrunde. 17.15 Uhr. Es ist so weit. Wir stürmen von der Fähre, halten uns rechts - doch was ist das? Da fährt uns doch tatsächlich das Schnellboot vor der Nase davon! Während nun einige von uns Felix dazu bringen wollen, ins Wasser zu springen, nach Sorrent zu schwimmen und den Bus zu holen (vergebliche Liebsmüh´!), schlägt Vincenzo vor, entweder am Hafen einen Cappuccino einzunehmen oder die nahe gelegene Galleria Umberto I. zu besuchen, und das Schnellboot um 18.35 Uhr zu nehmen. Meine Familie macht sich auf den Weg in die Galleria Umberto I., weil mein Vater in seinem Reiseführer gelesen hat, dass man dort einkaufen könne, aber - es ist Sonntag! Die Läden haben geschlossen, dafür haben es sich unzählige Handtaschenverkäufer in der Passage bequem gemacht, die ihre Ware auf großen Decken anbieten. Wahrscheinlich, um schneller abhauen zu können, falls die carabinieri auftauchen. Bis sich meine Mutter für eine Tasche entschieden hat, ist es schon wieder Zeit aufzubrechen. Das Schnellboot erreichen wir alle ohne Probleme und die Heimfahrt verläuft windig-fröhlich. |
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Montag, 31.03.03 - Pompeji und der Vesuv - Geschichte und Geschichten |
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Mamma Herma kennt natürlich auch viele Anekdoten, wie zum Beispiel die vom antiken Fruchtbarkeitsgott Priapos. Der wird mit seinem überdimensionalen "besten
Stück" auf der Waage liegend dargestellt, das soll reichen Kindersegen bringen. Sie weiß nicht, was sie mit dieser Geschichte auslöst... |
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Puncto Sammeln ist Eva ohnehin ein Kapitel für sich, denn dieser Stein ist bei Weitem nicht das einzige Sammelgut, das sie vom Urlaub mit heim nimmt. Zunächst einmal
hat sie eine alte Zeitung dabei, auf der sie im Bus sitzt. Wenn man hineinschaut, weiß man auch warum: Während der Fahrt presst sie darin sämtliche Blüten, Gräser, Blätter und Blumen, die sie abreißt, wo es sich anbietet. Diese
werden letztendlich als Dekoration in ihrem dicken Fotoalbum landen. In diesem Album findet sich aber noch mehr als Bilder und Pflanzen: Hotelprospekte (die ich zu meinem Leidwesen nirgends entdecken konnte), Speisekarten mit
unseren Touristen-Menüs (natürlich von jedem Tag), die Original-Speisekarte vom Hotel, die Getränkekarte von der Hotelbar und - jetzt kommt der Hammer - die Prospekte mit den Notfallmaßnahmen aus dem Flugzeug und den Fähren und
Schnellbooten, mit denen wir unterwegs waren. Ach ja, eine Nummerntafel, die sie in Neapel unter einer Blumenkiste gefunden hat, wollte sie auch mitnehmen, aber davon wurde sie dann doch noch abgehalten... |
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» Teil 3 |
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