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Schwierig ist das Autofahren in den historischen Zentren vieler italienischer Städte. Doch in Neapel, dessen Stadtverkehr auch als
"lustvolles Chaos" beschrieben wird, ist es eine abenteuerliche Herausforderung.
Die Straßen Neapels stammen noch aus dem Mittelalter und sind nicht auf den Autoverkehr ausgelegt. Enge Gassen, kleine Plätze,
fehlende Gehwege und viele Mopedkünstler machen das Autofahren zu einem waghalsigen Spiel, das nur die Neapolitaner beherrschen. Der Fahrstil der Neapolitaner ist keineswegs rücksichtslos oder
aggressiv, sondern hat schlichtweg seinen eigenen Rhythmus. Das rote Ampelsignal ist dabei bestenfalls eine Empfehlung und manche Neapolitaner behaupten, die Ampellichter seinen nur eine hübsche Weihnachtsdekoration.
Wobei sie manchmal laut einem Taxifahrer in der Weihnachtszeit auch "die schlechte Angewohnheit annehmen bei
Rot zu halten, weil sie bessere Menschen sein wollen." Eine Taxifahrt ist auf jeden Falle ein besonderes Erlebnis.
Aber wundern Sie sich nicht, wenn selbst der Taxifahrer abwinkt: Wahrscheinlich ist irgendwo ein Stau und Sie sind zu Fuß schneller.
In Neapel wird die Vorfahrtsregel der von den Italiener geliebten Formel 1 "Wer zuletzt bremst" angewandt. Die Polizei versucht durch das Lotsen der Autos über rote Ampeln den Verkehrsfluss am Laufen zu halten und nimmt
die kreative Anwendung der Verkehrsregeln gelassen zur Kenntnis. Dies mag einer der Gründe sein, warum man in Neapel vergleichsweise wenige neue Autos auf den Straßen sieht. Wer Spaß am "lustvollen Chaos" hat, dem sei
ein versicherter Mietwagen empfohlen.
Die Parkplatzsuche ist ein Nervenkitzel. Es gibt in Neapel nur einige wenige öffentliche Parkplätze und keine
Parkhäuser. Mit dem Autoradio und Gegenständen im Auto sollte man es halten wie die Neapolitaner: Beim Verlassen des Autos immer mitnehmen.
Autofahren in Neapel bringt für einen Touristen keine Vorteile. Das Verkehrsaufkommen ist sehr hoch, so dass man mit straßenunabhängigen öffentlichen Verkehrsmitteln schneller vorankommt Das Netz der günstigen öffentlichen
Verkehrsmittel ist in den letzten zwei Jahren gut ausgebaut worden. Empfehlenswert ist insbesondere die U-Bahn, die um einige Stationen erweitert worden ist. Auch die Funiculare (Seilbahn) hat den Vorzug von der Straße
unabhängig zu sein. Innerhalb weniger Minuten erreicht man von der Altstadt den Vomero oder von dort den Hafen Mergellina. Aber auch Busse werden mittlerweile in ausreichender Zahl eingesetzt.
Wir raten davon ab, sich mit dem Auto in Neapel fortzubewegen. Sollten Sie mit dem Auto anreisen, empfehlen wir Ihnen ein Hotel mit bewachtem Parkplatz oder einer Tiefgarage. Lassen Sie den Wagen dort stehen und nutzen Sie
die öffentlichen Verkehrsmittel! Für Tagesausflüge ist der Park & Ride- Parkplatz empfehlenswert.
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