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Der Cilento ist eine hügelige Region in Kampanien, die sich vom Golf von Salerno bis zum Golf von Policastro
erstreckt. Fährt man an der Küste entlang, eröffnet sich der Beginn des Cilento mit dem Ort Battipaglia; nach 100 km langen weißen Stränden, blauen smaragdfarbenen Buchten und kleinen malerischen Orten kommt
man nach Sapri, der letzten Gemeinde des Cilento an der Grenze zur Region Basilicata.
Der Cilento ist noch weitgehend unentdeckt und unberührt, weil er in den letzten Jahrzehnten von großen
Touristenströmen verschont geblieben ist. Seine dichten Wälder, die kleinen Orte auf felsigen Hügeln, pittoreske Fischerhäfen und die Ruhe der Täler sind eine Einladung zum Entdecken dieser wunderbaren Region. Viele Gäste
verlieben sich nach ihrer ersten Reise in dieses herrliche Gebiet Italiens und kehren immer wieder zurück.
1991 wurde ein bedeutender Teil des cilentanischen Gebiets zum Nationalpark und 1997 von der UNESCO
als Weltkulturerbe anerkannt; dabei wurde er in das Programm Mensch und Biosphäre MAB-UNESCO (MAB = "Man and biosphere") aufgenommen.
In der Vergangenheit gehörte der Cilento zur historischen Region Lucania,
bevor er schließlich in Kampanien überging. Diese Vergangenheit spiegelt sich in den Namen einiger cilentanischer Ortschaften wider, wie z. B. Atena Lucana oder Vallo della Lucania, außerdem im Dialekt und in der Küche.
Schon die Namen der Orte Paestum und Velia
genügen, um sich an die Vergangenheit des Cilento mit ihren jahrtausendealten Wurzeln zu erinnern und sich in Mythen und Legenden zu verlieren. Eine bekannte Legende wird von Homer in der Odysee
erzählt und scheint sich auf die Küste von Punta Licosa zu beziehen: Odysseus, gefesselt an den Mast seines Schiffes, hört den Gesang der Syrenen.
Die ersten griechischen Ansiedlungen ereigneten sich
zwischen dem VII. und VI. Jahrhundert v. Chr. Die Sibariti, ein von den Achei abstammendes Volk, gründeten Posidonia, das dann in der römischen Epoche Paestum genannt wurde.
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