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Seit 1. März 2003 kann man in Herculaneum bei Neapel die gut erhaltene römische „Villa dei Papiri“ mit ihrer antiken Bibliothek besichtigen. Sie wurde beim Ausbruch des Vesuvs (79 n.
Chr.) unter einer 30 m dicken Schlammschicht begraben.
Erst 1750 entdeckte der Archäolge Karl Weber bei Grabungen einen Raum mit über 1700 Papyrusrollen, deren unschätzbaren Wert man erst später erkennen sollte.
Bei den Schriftstücken handelt es sich um die kostbaren Werke altgriechischer Philosophen, die in ihrer Gesamtheit weltweit als die einzige erhaltene fast 2000 Jahre alte römische Bibliothek gelten.
Die etwa 250 qm
große Villa wurde im 1. Jahrhundert v.Chr. von Lucius Calpurnius Piso erbaut. Er war der angebliche Schwiegervater von Julius Caesar und ein großer Literaturliebhaber Piso ließ eine griechische und eine lateinische
Privatbibliothek errichten, doch die lateinische Bibiliothek soll erst in den nächsten Jahren freigelegt werden.
Eine Besuch der mit Fresken, Mosaiken und Wandmalereien ausgeschmückten Villa ist nur mit einer
geführten Gruppe möglich. Man bewegt sich dabei 30 m unterhalb des Niveaus der modernen Stadt. Die Villa ist so perfekt erhalten, daß man das Gefühle einer Zeitreise in die Antike hat.
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