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Bei der Ankunft am Hafen Marina Grande bietet sich ein wunderschöner Blick auf pastellfarbene Fischerhäuschen, deren Fassaden sich im tiefblauen Wasser spiegeln. Von hier kann man zu Fuß oder mit einem dreirädrigen Mikrotaxi den steilen Weg zur Kirche S. Maria delle Grazie erklimmen, um die Aussicht auf den pittoresken Fischerhafen Corricella zu genießen. Corricella war einst ein Vulkankrater, um den sich heute ein charakteristisches buntes Dörfchen gebildet hat. In der Nähe liegt die Abtei San Michele Arcangelo, dem höchsten Punkt der Insel, die nicht zuletzt wegen ihrer Biblioteca abbazia einen Besichtigung lohnt. Im einem weiter unten liegenden Adelspalast ist- umgeben von Palmen und Bougainvillea - die älteste Seefahrtsschule Italiens (Istituto Nautico Francesco Caracciolo) untergebracht.
An der Südwestküste Procidas liegen schöne Strände, der Yachthafen Chiaiolella und das mit Procida über eine Steg verbundene Inselchen Vivara. Es ist seit 1974 ein Naturschutzgebiet, in dem seltene Vögel und Pflanzen
beheimatet sind.
Bekannt ist die Insel für ihre Karfreitagsprozession, deren Ursprünge bis in das Jahr 1627 reichen. Gemäß der spanischen Tradition der misteri werden religiöse Reliefdarstellungen der Leiden Christi durch
die Strässchen getragen. In der Karfreitagnacht wird eine Holzstatue des toten Christus auf dem Rücken der Gläubigen zum höchsten Punkt Procidas gebracht. Von dort beginnt morgens eine von Trompeten begleitete Trauerprozession, bei
der Kreuze und Reliquien durch die Straßen getragen werden.
Procida ist bis heute vom Massentourismus verschont geblieben, was nicht zuletzt dem hoch über der Insel thronenden Ex-Gefängnis in dem einstigen Kastell von Giovanni da Procida zuzuschreiben ist. Es sind jedoch auch die Bewohner Procidas selbst, die den Fremdenverkehr begrenzen möchten. Aus diesem Grund findet man auf Procida nur einige kleinere Hotels und Privatquartiere. Die Restaurants liegen vorwiegend im Hauptort Procida am Hafen. Procida war bereits Schauplatz vieler bekannter Filme.
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