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Das Museum befindet sich im Palazzo Reale di Capodimonte, der hoch über der Stadt in einem idyllischen Park liegt. Es enthält eine der schönsten Gemäldesammlungen Italiens. Als Karl III. 1735 Erbe der umfangreichen Farnese-Sammlung wurde, ließ
er diese in den ursprünglich als Königsresidenz geplanten Stadtpalast bringen. Von 1759 bis 1806 war das Schloß sowohl eine Residenz als auch ein Museum, in dem die unschätzbare Farnesische Sammlung ausgestellt wurde.
Nur in der französischen Periode von 1806 bis 1815 war das Schloß eine Residenz, dessen Räume wurden für die neuen Herrscher eingerichtet wurden. Alle Kunstwerke wurden in diesen Jahren in den Palazzo degli
Studi gebracht. Nach der Italienischen Vereinigung ging der Palazzo Reale di Capodimonte an das italienische Königshaus Savoia über, das ihn 1920 dem italienischen Staat geschenkt hat. In den 50er Jahren kamen zu den
bereits vorher bestehenden Sammlungen die Gemälde aus der Pinacoteca Nazionale di Napoli hinzu.
Das heutige Museum wurde 1957 eröffnet und enthält thematisch unterschiedliche Ausstellungen:
In einem der Flügel im Erdgeschoss finden Wechselausstellungen statt. Im Zwischengeschoss findet man die Druckgraphik und Malerei des 19. Jh. und im 1. Obergeschoss die ehemalige Sammlung Farnese. Daneben kann
man Kunsthandwerk aus der Capodimonte-Schule, wie z.B. Porzellan und Glas- und Keramikgeschirr, besichtigen. In den beiden weiteren Obergeschossen sieht man eine bedeutende Gemäldesammlungen mit Werken der
Renaissance (z.B. Tizian, Raffaello, Botticelli und Tintoretto). Daneben werden in der „Neapolitanischen Galerie“ Werke des 13. – 19. Jh. ausgestellt.
Im dritten Stock sieht man neben der Malerei des 19. Jh. eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Hier findet man Werke von Jannis Kounellis, Alberto Burri und Sigmar Polke. Auch das Bild „Vesuvius“ in Pop-Art (1985) von Andy
-Warhol kann hier bewundert werden.
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