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Das Archäologische Nationalmuseum ist das wichtigste und größte archäologische Museum Europas. Hier kann man die meisten der Funde aus Pompeji besichtigen.
Der in 1585 entstandene Bau hat
eine lange Geschichte: Ursprünglich wurde er als Kavalleriekaserne genutzt, bevor er 1612 für die Universität umgebaut und dann 1748 von Sanfelice um einen Flügel erweitert wurde. In diesem Flügel befindet sich seit 1773 eine
Antikensammlung, die der Bourbonenkönig Karl III. 1735 von der Farnese-Familie aus Parma geerbt hat.
Die Farnese-Sammlung beinhaltet Bronze- und Marmorstatuen (z.B. die großen Plastiken der Herkulesstatue und
des Farnesischen Stiers) sowie Gemälde und wichtige Funde aus Pompeji und Herculaneum (Ercolano). Großformatige Wanddekorationen, Geschirr und Papyrusrollen erfreuen das Auge des Betrachters. Wichtig ist z.B. das aus über 1,5
Millionen Steinchen bestehende Mosaik aus der Casa del Fauno in Pompeji, das die Schlacht zwischen Alexander dem Großen und dem Perserkönig Dareios III. darstellt Interessant ist weiterhin die Sammlung der Familie Borgia, die
bedeutende Ausgrabungsfunde aus Ägypten enthält. Seit 2000 ist auch die antike Erotika-Sammlung zu sehen, die sich lange unter Verschluss befand.
Der Besuch des Archäologischen Nationalmuseums ist eine gute Ergänzung zur
Besichtigung Pompejis und Herculaneums.
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