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Das Nationalmuseum von San Martino ist seit 1866 in dem großen Klosterkomplex Certosa di San Martino auf dem Hügel von Sant’
Elmo (Vomero - Kastell Sant'Elmo) untergebracht. Es besteht aus einer Kirche, Kartause, schönen Klosterhöfen und
einem Terrassengarten, von dem sich dem Besucher eine wunderschöne Aussicht auf den Golf von Neapel bietet.
Das Museum im Kloster enthält in über 70 Sälen
Ausstellungsstücke aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte Neapels. Es befindet sich im früheren Priorstrakt und den Mönchszellen. In der Krippenabteilung kann man eine berühmte Sammlung neapolitanischer Krippen sehen, wobei besonders die Krippe Cuciniello mit 162 Menschen, 80 Tieren, 28 Engeln und etwa 450
Miniaturgegenständen bemerkenswert ist. Weiterhin gibt es Gemälde und Skulptur vom 13. bis 19. Jh. sowie eine Volkskunst-, Marine- und Vesuv-Abteilung zu besichtigen. Daneben kann man venezianische Stücke aus Glas und
eine antike Kartensammlung sehen.
Besonders bemerkenswert ist die Kunstsammlung des Quarto del Priore in den restaurierten ehemaligen
Wohnräumen des Priors. Neben wunderbaren Gemälden und schönen Einrichtungsgegenständen kann man von dort einen atemberaubenden Blick über Neapel und das Meer genießen.
Der Bau des Klosterkomplexes Certosa di San Martino wurde 1325 unter Karl von Anjou (Herzog von Kalabrien) begonnen und 1368 abgeschlossen.
Sehenswert ist dabei auch die prachtvoll ausgeschmückte Kirche Chiesa delle Donne mit Lanfranco-Fresken. Nach Erweiterungen und Restaurierungen im 16. und 17. Jh. besteht die Klosterkirche heute aus einem einzigen Schiff
mit drei Kreuzgewölben. In der Kirche gibt es vier Kapellen. Die Cappela di San Bruno von Cosimo Fanzago wird üppig von Marmor und Gemälden geschmückt.
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