Spaccanapoli

Spaccanapoli ist eine der bekanntesten Straßenzüge von Neapel, wo Kunst, Tradition, Geschichte und neapolitanische Kultur sich auf wunderbare Weise zu einem Kaleidoskop der Eindrücke verbinden.

Der Namen dieser berühmten Stadttrasse, bei der es sich nicht um eine einzige, sondern um sieben Straßen handelt, erschließt sich beim Betrachten eines von oben aufgenommenen Fotos der Stadt: man bemerkt sofort, daß diese Trasse die Altstadt mit einer fast geometrischen Genauigkeit teilt. Das Foto kann vom Certosa di San Martino oder der Burg San'Elmo aufgenommen werden, die beide auf dem höchsten Punkt des Vomerohügels liegen. Von dort hat man einen wunderbaren Panoramablick auf die Stadt. Aus den weitläufigen Verzweigungen der kleinen Altstadtgassen sticht sofort der lange und dunkle Korridor von Spaccanapoli hervor, bestehend aus vielen Glockentürmen und den Kuppeln monumentaler Kirchen, die seinem Verlauf folgen.

In der Ortsnamenkunde gibt es den Name Spaccanapoli jedoch nicht, sondern die Neapolitaner haben der Trasse diesen Namen gegeben. Sie besteht aus den folgenden sieben Straßen:
- Via Pasquale Scura (der höchste Teil, in den Quartieri Spagnoli, bis zur Kreuzung mit der Via Toledo)
- Via Maddaloni
- Via Benedetto Croce (führt von Piazza del Gesù Nuovo bis zur Piazzetta Nilo)
- Via San Biagio dei Librai (Antico decumano, im Herzen der Altstadt bis zur Via Duomo)
- Via Vicaria Vecchia, Via Forcella, Via Giudecca Vecchia (im Herzen von Forcella)


Spaccanapoli: ein Spaziergang durch die Geschichte Neapels
Spaccanapoli zu durchqueren ist wie ein Spaziergang durch die Geschichte Neapels, auf dem man Zeugen der Vergangenheit und Kunstschätzen begegnet.

Im folgenden wird ein kurzer Weg beschrieben, auf dem man die interessantesten Sehenswürdigkeiten entdecken kann. 

Man kann den Spaziergang am Piazza Dante beginnen, wo sich die U-Bahn-Station Dante der Linie 1 befindet, also einem einfach erreichbaren Punkt. Von dort geht man Richtung Via Toledo und befindet sich schon nach wenigen Meteren an der Kreuzung der Via Maddaloni, einem Abschnitt von Spaccanapoli: wir bemerken dies sofort, weil wir auf einer Seite die Burg Sant’Elmo und auf der anderen Seite den langen Straßenverlauf sehen, der durch das ganze Herz Neapels führt. Hier können wir den Palazzo Carafa di Maddaloni bestaunen, eines der besten Beispiele neapolitanischen Barocks. Geht man weiter auf der Via Maddaloni, erreicht man Piazza del Gesù Nuovo, reich an Schätzen und interessanten Details.

An der Piazza beginnt die Via Benedetto Croce, an der wir die Kirche Santa Chiara und ihren Klostergarten mit großartigen Majoliken bewundern können. Weiter geht es zur Piazza San Domenico Maggiore mit dem Abside der gleichnamigen Kirche im gotischen Stil, die aber später in pompösen Barock mit sehr beeindruckendem Gold und Stuck ausgestattet wurde.
Geht man die letzten Meter auf der Via Benedetto Croce, so kommt man zur Piazzetta Nilo, dem sogenannten Corpo di Napoli. Hier steht die 2000 Jahre alte Statue des Gottes Nil, eine der ältesten Zeitzeugen der Stadtvergangenheit.

Es beginnt die Via San Biagio dei Librai, der älteste Teil Neapels; wir befinden uns auf einer der drei Haupt-Decumani der antiken griechisch-römischen Stadt, der auch der touristische Stadtkern ist: zwischen Souvenirgeschäften, Kunsthandwerkern, Antiquariaten und Verkäufern typischer gastronomischer Spezialitäten stoßen wir auf die berühmte Via San Gregorio Armeno, die Straße der Krippenbauer. Sie kann während des ganzen Jahres besichtigt werden und ist sehr beeindruckend. Nur etwas weiter am Ende der Straße finden wir an der Piazza San Gaetano einen der Eingänge zum unterirdischen Neapel. Die Besichtigung der unterirdischen Gänge ist sicher eine der faszinierensten Arten die Stadt kennenzulernen.

Kehrt man wieder nach Spaccanapoli zurück und folgt dem Decumano maggiore, so erreicht man schließlich die Hauptstraße Via Duomo mit der Kathedrale von Neapel: il Duomo di San Gennaro .
Nach der Via Duomo erstreckt sich Spaccanapoli noch weiter bis in das Herz von Forcella.

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Spaccanapoli: Altstadt gesehen vom Kloster San Martino auf dem Vomerhügel

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Piazza del Gesù
Kirche und Glockenturm der Kirche Santa Chiara und links die Fassade der Kirche Gesù Nuovo

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Piazzetta Nilo: Nil-Statue

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Via San Gregorio Armeno: die Strasse der Krippenbauer

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