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Neapel (ital. Napoli, neapolitan. Napule) ist die Hauptstadt der italienischen Region Kampanien
und die größte Stadt Süditaliens. Mit ca. 1 Millionen Einwohner Neapel die drittgrößte Metropole Italiens. Berücksichtigt man jedoch auch alle Vororte, so leben 3,8 Millionen Menschen in der dicht besiedelten Stadt (Stand: 2007).
Die Stadt wird im Osten von der 20 km langen sorrentinischen Halbinsel und im Westen vom Golf von Pozzuoli mit dem Capo Miseno
eingerahmt. Die Zeugnisse einer jahrtausendalten Geschichte, die Schönheit der Landschaften, das mediterrane Klima und die großen gastronomischen Traditionen der neapolitanischen Küche haben Neapel in allen Epochen zu einem beliebten Reiseziel gemacht.
Neapel hat 30 Stadtteile, die in 2005 in 10 Verwaltungsbezirke zusammengefaßt wurden. Die Stadt hat eigentlich kein eigenes Zentrum, sondern jeder Stadtteil hat einen eigenen Kern mit einer Piazza. Man kann aber die Altstadt als das historische und kulturelle Stadtzentrum bezeichnen. Die touristisch interessantesten Stadtteile sind die Altstadt sowie Chiaia, San Fernando
und die auf einem Hügel gelegenen Stadtteile Vomero und Posillipo.
Gegründet wurde Neapel zwischen dem 8. und 6. Jh. v. Chr. von den Griechen aus Kyme. Legenden zufolge entstanden die ersten Siedlungen
zwischen dem Inselchen Megaride und den Hügeln auf Pizzofalcone. Nach dem Niedergang des römischen Reichs
stand Neapel unter der Herrschaft verschiedener europäischer Königshäuser und wurde schließlich am Ende des Mittelalters zur Hauptstadt des süditalienischen Königreichs. Im 18. Jh. und 19. Jh. erreichte die Metropole unter dem
Bourbonenhaus seine Blütezeit und war mit Paris das wichtigste kulturelle Zentrum Europas. Bis zur italienischen Vereinigung in 1861 blieb Neapel Hauptstadt.
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