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Dieser brodelnde und dampfende Ort gehört wohl zu den unheimlichsten Schauplätzen Neapels. Der Vulkan von Solfatara ist der wichtigste Vulkan der Phlegräischen Felder. Umgeben von aus dem Boden aufsteigenden Rauchfahnen kann man durch die stinkende und bizarre Welt des Feuergottes Hephaistos wandern. Heiße
Thermalgrotten stoßen Schwefelwolken aus, Schlammlöcher brodeln und Geysire schnellen plötzlich aus dem Boden. Solfatara wird auch der Vorsaal zur Hölle genannt, denn beim stärkeren Auftreten auf
den schneeweißen Boden kann man das dumpfe, hohl klingende Echo der Unterwelt hören.
ie mystische Atmosphäre dieses Ortes ist beklemmend und faszinierend zugleich.
Der Zugang zum Krater ist ein hübscher von Bäumen umgebener Fußweg. Hinweisschilder führen durch die vulkanische Welt, doch wegen der vorgeführten "Vulkaneffekte" ist es spannender an einer Führung teilzunehmen.
Der ellipsenförmige Krater des Vulkans ist 770 x 580 m groß und teilweise mit Absperrungen versehen, um die Besucher vor einem Bad in dem bis zu 200 Grad heißen Schlamm zu bewahren. Durch die besonderen klimatischen
Bedingungen wachsen in Solfatara zahlreiche seltene Pflanzen.
Die vulkanischen Effekte wurden bereits in der Antike für heilsame Thermalbäder genutzt. Strabone (66 v.Chr. -24 n
. Chr. ) liefert die älteste schriftliche Aufzeichnung über Solfatara. In seiner "Strabonis geographica" bezeichnet er Solfatara als Forum Vulcani oder den Eingang zur Unterwelt. Um 1500 hat man versucht, die stinkende Schwefelluft
von Solfatara in Ballons zu füllen und zur Heilung Kranker einzusetzen. Ende des 16. Jh. kamen viele Besucher aus aller Welt zum Kuren nach Solfatara. Anfang des 19. Jh. hat man Solfatara offiziell für Besucher geöffnet.
Solfatara liegt bei Pozzuoli in der Nähe eines Campingplatzes, dessen Besucher sich scheinbar nicht vom Gestank des Schwefels stören lassen.
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