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Der unheimliche Krater (Gran Cono) des heutigen Vesuvs hat einen Durchmesser von 700 m, einen Umfang von 12 km und ist etwa 200 m tief. In Wirklichkeit besteht das Vulkansystem, das im allgemeinen
als Vesuv bezeichnet wird, aus zwei Vulkanen: Dem Monte Somma (nicht mehr aktiv) und dem Vesuv (Gran Cono).
Der Urvulkan wurde vermutlich bei seinem Ausbruch 79 n. Chr. zerstört, als die Lavaströme Pompeji und Herkulaneum unter sich begruben. Damals forderte der Vulkan Tausende Menschenleben und verwandelte
die idyllisch bewachsenen Hänge innerhalb weniger Stunden in Sand und Asche. Bei dieser Eruption türmte sich der heutige Vesuv mit seinen 1182 m auf. Der Monte Somma (1132 m) im Nordosten ist wahrscheinlich ein
riesiges Überbleibsel des in langer Vorzeit (v. 25.000 Jahren) entstandenen Vulkans.
Im Nationalmuseum von Neapel kann man den eingipfligen Vesuv auf
einem Wandbild von Pompeji mit der Beschreibung Vergils sehen.
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ausbrüchen des Vesuvs.
1631 wurden alle Siedlungen in der Nähe des Vesuvs vernichtet. Dies ist noch erschreckender, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die am Fuße des Vesuvs liegenden Gebiete heute wieder dicht besiedelt sind. Zu weiteren
Eruptionen kam es in den Jahren 1794, 1906 und 1913. In den Jahren zwischen 1933 und 1944 erreichte die Vulkanaktivität schließlich einen weiteren Höhepunkt. Begleitet von zahlreichen Erdbeben begrub der Vulkan
zahlreiche Häuser und Orte unter mehr als 250 Millionen Kubikmeter Lava. Auch die durch das Volkslied funiculi, funicula berühmt gewordene Seilbahn an den Hängen des Vesuvs fiel damals der Lava zum Opfer.
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